Gesundheitstipps

Gesundheitstipp Helmut Gericke

Gesundheitstipps von Apotheker Helmut Gericke:

Hätten Sie´s gewusst?

Was sind Allopathie, Homöopathie und Phytotherapie?

Vielleicht haben Sie an den Fassaden alter Apotheken schon einmal die Begriffe Allopathie und Homöopathie gelesen. Früher war es üblich, darauf hinzuweisen, dass Medikamente für beide Therapieformen vorrätig gehalten werden.

Allopathie bezeichnet die Methoden der Schulmedizin, d.h. Krankheiten mit Gegenmitteln zu bekämpfen. Schmerz wird mit schmerzstillenden Mitteln unterdrückt. 

Die Homöopathie dagegen arbeitet nach dem Grundsatz „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“ und verwendet in sehr verdünnter Form z.B. Brechwurzel bei Übelkeit, obwohl sie in hoher Dosierung Erbrechen hervorruft. Auf diese Weise sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden. Begründet wurde die Homöopathie vor über 200 Jahren von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann.

Die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde ist die älteste Therapieform. Es existieren Tontafeln mit entsprechenden Aufzeichnungen, die 6000 Jahre alt sind. In der modernen Phytotherapie werden weltweit mehr als 20.000 Pflanzenarten zur Herstellung von hochwertigen Arzneimitteln verwendet.

Getrocknete Pflanzenteile, die „Drogen“, die Sie bei uns in der Apotheke kaufen, unterliegen strengen Prüfungen, im Gegensatz zu Teemischungen aus dem Supermarkt, die dort als Lebensmittel gelten und deshalb nicht den Anforderungen für Apotheken entsprechen müssen. Falls Sie selbst Heilkräuter sammeln möchten, sollten Sie einige Dinge beachten. Wir beraten Sie gern dazu.   

Richtiger Zeitpunkt?

Meistens ist es nicht egal, wann Sie ein Medikament einnehmen, denn die Wirkung hängt sehr vom Zeitpunkt der Einnahme ab. Es ist für die Aufnahme der Arzneistoffe ein großer Unterschied, wann und mit welchem Getränk Sie Ihre Medikamente einnehmen. Trinken Sie bitte reichlich Flüssigkeit, am besten normales Wasser. Milch, Alkohol oder Kaffee passen nicht zu Arzneimitteln. 

Interessant ist, dass Grapefruit, egal ob als Frucht oder als Saft, häufig die Wirkung von Medikamenten verstärkt oder abschwächt. Beides ist möglich und abhängig vom Wirkstoff. 

Zu den Begriffen:

„Vor dem Essen“ bedeutet 60 bis 30 Minuten vor einer Mahlzeit.

„Zum Essen“ heißt gleich zu Beginn bzw. während der Mahlzeit einnehmen.

„Nach dem Essen“ ist die Empfehlung, ein Medikament 30 bis 60 Minuten nach einer Mahlzeit einzunehmen. 

Was heißt jetzt einmal oder dreimal täglich?

„1x täglich“: möglichst immer zur gleichen Zeit, „2x täglich“: früh und abends mit einem Abstand von 12 Stunden und „3x täglich“: morgens, mittags und abends anwenden.

Einige Beispiele: Kortison, Blutdrucksenker und Schilddrüsenpräparate am besten morgens, Allergiemittel und Cholesterinsenker besser abends einnehmen. Bei Säureblockern bitte unbedingt die Empfehlung im Beipackzettel beachten.   

Besuchen Sie uns im Gesundheitszentrum Winsen, unsere Apotheker/innen und PTAs sind gern für Sie da.

Trockenes Auge?

Vor 20 Jahren noch kein Thema, heute beinahe eine Volkskrankheit: Die Diagnose „Trockenes Auge“ wird heutzutage immer häufiger gestellt.

Etwa ein Viertel aller Patienten, die einen Augenarzt aufsuchen, klagen über die gleichen Beschwerden: Die Augen brennen, sind gerötet und fühlen sich an, als sei ein Sandkorn darin. Wird das Leiden nicht oder falsch behandelt, drohen chronische Entzündungen der Bindehaut und weitere Spätfolgen.

Damit es nicht soweit kommt, gibt es die Möglichkeit, mit künstlichen Tränen die Augen zu befeuchten und damit die Beschwerden zu lindern. Die Augentropfen werden mehrmals täglich eingeträufelt und bilden einen Schutz- und Gleitfilm auf der empfindlichen, gereizten Augenoberfläche.

Was Sie sonst noch tun können:

  • Grünpflanzen verbessern das Mikroklima zuhause
  • Lüften Sie mehrmals täglich gründlich (mindestens fünf Minuten).
  • Halten Sie sich so oft wie möglich an der frischen Luft auf.
  • Richten Sie die Lüftung im Auto nicht auf Ihr Gesicht.
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten. Meiden Sie auch Räume, in denen geraucht wird.
  • Trinken Sie mindestens zwei Liter am Tag.
  • Tragen Sie beim Baden in Chlorwasser eine Schwimmbrille.
  • Achten Sie bei der Bildschirmarbeit auf ausreichende Pausen, damit sich die Augen immer wieder erholen können.
  • Lassen Sie Ihre Augen regelmäßig beim Augenarzt überprüfen.

Fasten?

Wollen Sie auch die Fastentage bis Ostern nutzen, um bewusst auf Genussmittel oder zeitweise sogar ganz auf die Essen zu verzichten? Das Weglassen zum Beispiel von Süßigkeiten, Alkohol und Zigaretten ist für den Körper natürlich gesund. Bei der klassischen Heilfastenkur jedoch, bei der die Nahrungszufuhr deutlich eingeschränkt wird, gibt es einige Dinge zu beachten.

Grundsätzlich sollte vor der Fastenkur der Hausarzt aufgesucht und von ihm Herz und Kreislauf kontrolliert werden. Gibt der Arzt grünes Licht, kann es losgehen. Kinder, Schwangere und stillende Frauen sollten allerdings auf eine Fastenkur verzichten.

Durch die klassische Fastenkur werden der Verdauungsapparat und innere Organe entlastet. Am ersten Tag beginnt man zunächst mit einer Darmentleerung, zum Beispiel mit Hilfe von Glaubersalz. Im Anschluss dürfen nur noch Flüssigkeiten aufgenommen werden. Besonders eignen sich stilles Wasser, Früchte- oder Kräutertees und Obst- und Gemüsesäfte. Eine gute Unterstützung der Fastenkur sind Zeit, Ruhe und Bewegung wie zum Beispiel Spaziergänge. Der Zeitraum beträgt in der Regel fünf Tage, dies kann jedoch individuell verlängert werden.

Danach bitte zunächst mit leichter Kost den Körper wieder an das Essen gewöhnen.

Und ein Tipp für alle, die etwas für sich tun möchten, ohne gleich eine vollständige Fastenkur zu machen: Einfach einmal einen Monat auf etwas verzichten, zum Beispiel auf Alkohol, Kaffee oder Schokolade, auch das dient der inneren Einkehr.

Kalt erwischt?

Jetzt im Winter geht sie wieder um: die Erkältung. Dieses lästige Phänomen wird meist von  Viren ausgelöst. Häufig behandeln Erkältungsgeplagte ihre Beschwerden mit rezeptfreien Arzneimitteln, dabei sollten sie sich fachkundig bei uns in der Apotheke beraten lassen. Bei hohem Fieber, starken Ohren- oder Kopfschmerzen (Nebenhöhlen) und bei einer Dauer von über zwei Wochen ist ein Arztbesuch angezeigt, bei Kindern und Schwangeren auch früher!

Hier ein paar Tipps zur Linderung:

• Viel trinken: Empfehlenswert sind Wasser und heißer Tee mit entzündungshemmender und reizlindernder Wirkung, eventuell angereichert mit Honig (wirkt antibakteriell). Heiße Zitrone und warmer Holunderblütensaft sind ebenfalls gute Helfer. Ingwer-Tee stärkt das Immunsystem. Erwachsenen wird empfohlen, etwa zwei Liter am Tag zu trinken.

• Inhalieren: Um die Atemwege zu befreien und Husten und Schnupfen zu lindern, sollten die Betroffenen mehrmals am Tag mit Wasserdampf inhalieren. Dem Wasser können dabei auch ätherische Öle zugesetzt werden.

• Gurgeln: Dazu Kamille- oder Salbeitee einfach etwas länger ziehen lassen.

• Wärme: Wer kein Fieber hat, kann bei einem heißen Bad mit ätherischen Ölen entspannen. Gleichzeitig werden die Atemwege befreit.

• Ruhe: Viel Schlafen und dem Körper Ruhe gönnen. Bitte vermeiden Sie Sport und Anstrengungen.

Zuzahlung?

Gut zu wissen: Ihre gesetzlichen Krankenkasse kann Sie auf verschiedenen Wegen von Zuzahlungen zu Arzneimitteln befreien. Ob Befreiungsbescheinigung oder Rabattvertrag - es gibt viele Möglichkeiten, Sie vor finanzieller Überforderung zu schützen. Leider passiert oft das Gegenteil, wenn zum Beispiel ein zuzahlungsfreies Medikament nicht abgegeben werden darf, weil ein zuzahlungspflichtiges Rabattarzneimittel Vorrang hat. Die Vermutung, größere Packungen oder teure Medikamente würden die Zuzahlungen erhöhen, ist dagegen falsch: Egal wie teuer ein Arzneimittel ist, die Zuzahlung ist per Gesetz bei 10 Euro pro Packung gedeckelt. Wenn es die Krankenkasse zulässt, versuchen wir natürlich, Ihnen zuzahlungsfreie Alternativmedikamente zu empfehlen. Übrigens: Die „Rezeptgebühr“  fließt in voller Höhe der Krankenkasse zu.

Grundsätzlich von der Zuzahlung befreit sind Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag. Erwachsene können bei ihrer Kasse eine Befreiung von der Zuzahlung für das jeweilige Kalenderjahr beantragen, wenn ihre finanzielle Belastung zwei Prozent des Bruttojahreseinkommens überschreitet. Bei chronisch kranken Patienten ist es ein Prozent.

Viele Patienten reichen den Befreiungsantrag gleich am Jahresanfang ein, das erspart das Aufheben von Quittungen. Durch unsere Patientenkarte können Sie aber auch einfach uns das Sammeln überlassen, zu jedem Zeitpunkt fertigen wir Ihnen gern eine Sammelquittung, die Sie dann bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Sprechen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gern.

Gut beraten

Wussten Sie schon? Gerade ältere Menschen sollten sich die richtige Anwendung von Medikamenten in der Apotheke demonstrieren lassen. Tabletten einzunehmen ist relativ einfach, aber bei aufwändig verpackten Arzneimitteln wie Augentropfen, Trockensäften oder Medikamenten zur Inhalation werden wir häufig gefragt und freuen uns, wenn wir helfen können. Allerdings nehmen auch jüngere Menschen Medikamente leider immer wieder falsch ein – oft aus Unwissenheit. Im Alter erschweren die nachlassende Kraft und Geschicklichkeit in den Händen oder Sehprobleme die richtige Anwendung aber zusätzlich. Wir beraten ältere Patienten deshalb noch ausführlicher, wenn Medikamente zum ersten Mal angewendet werden.

Unsere Erfahrung: Es ist ganz natürlich, dass die Kraft in den Händen im Alter etwas nachlässt. Älteren fällt es deshalb oft schwer, z. B. Kindersicherungen zu öffnen. Wer damit Schwierigkeiten hat, kann sich das Medikament gern bereits bei uns in der Apotheke öffnen lassen.

Wenn die Sehkraft nachlässt, steigt das Risiko für Verwechslungen ähnlich aussehender Medikamente. Hilfreich ist es dann, die verschiedenen Medikamente z. B mit Klebepunkten zu kennzeichnen. Fällt das Abzählen von Tropfen schwer, kann man diese in einen leeren Joghurtbecher fallen lassen. So kann man die Tropfen nach Gehör abzählen.

Um Sie noch umfassender zu beraten, haben wir zusammen mit verschieden Partnern ein neues Angebot ins Leben gerufen: Jeden 1. Und 3. Mittwoch im Monat informieren wir Sie bei uns in der Apotheke in einer „Offenen Sprechstunde“ zum Thema Alter, Pflege und Demenz. Die Themen finden Sie in der Lokalpresse und auf unserer Homepage www.gesundheitszentrum-winsen.de.

Kühl lagern?

Schmelzende Zäpfchen, unwirksame Augentropfen oder Impfstoffe, ein „Horrorszenario“ für uns Apotheker:  Jetzt im Sommer werden wir häufig gefragt, wie Arzneimittel richtig gelagert werden und ob sie kühl transportiert werden sollen.
Eine niederländische Studie mit rund 330 Patienten hat gezeigt, dass die Mehrheit der Patienten ihre kühlpflichtigen Medikamente nicht optimal lagert. Viele kühlpflichtige Medikamente sind zudem sehr hochpreisig. Eine falsche Aufbewahrung kann deshalb auch richtig teuer werden.
Werden Kühlartikel zu warm gelagert, können sie ihre Wirksamkeit verlieren. Dies betrifft Arzneien wie Insulin, verschiedene Impfstoffe oder einige Glaukom-Augentropfen. Besonders heikel: Der Verlust an Wirkung macht sich nicht direkt, sondern erst langfristig bemerkbar. Ob ein Medikament gekühlt werden muss, finden Sie auf der Packung. Sinnvoll ist eine Temperatur zwischen 2 und 8 Grad.
Wichtig: Idealerweise werden auch die meisten anderen Medikamente bei Temperaturen unter  25 Grad Celsius aufbewahrt. Deshalb ist das Auto im Sommer kein geeigneter Ort, denn im Innenraum wird es schon mal bis zu 50 Grad heiß.
Etwa ein Drittel der kühlpflichtigen Arzneimittel  sollten vom Patienten nicht nur Zuhause, sondern auch beim Transport von der Apotheke nach Hause gekühlt werden, dafür eignen sich zum Beispiel Kühltaschen, die Sie bei uns kostenlos erhalten. Ein direkter Kontakt zwischen Medikamenten und Kühlelementen sollte dabei vermieden werden, denn ein Einfrieren könnte die Wirkung der Medikamente vermindern. Fragen Sie unsere Apotheker und PTAs, wir beraten Sie gern!

Origami im Karton?

Ist Ihnen das auch schon einmal passiert: Sie bekommen ein neues Medikament verordnet, machen die Packung auf und finden darin einen gefühlten Meter kunstvoll gefaltetes Papier und verstehen erst einmal nichts? Die Fülle an Informationen führt leider meist dazu, dass man sich den Beipackzettel  gar nicht genau durchliest. Wir erleben es häufig, dass mündliche Infos – gerade, wenn mehrere Arzneimittel eingenommen werden sollen – schon auf dem auf dem Weg vom Arzt in unsere Apotheke verloren gehen. Deshalb ist es ideal, wenn Ihnen Ihr Arzt einen aktuellen Medikationsplan mitgibt. Die Packungsbeilage enthält zusätzlich wichtige Informationen, ist leider aber meist immer noch schwer verständlich. Dabei müssen die Hersteller inzwischen Tests durchführen, ob die Zielgruppe den Inhalt versteht. Falls nicht, muss die Information vor der Zulassung umformuliert werden.

Das sollten Sie wissen, gern auch mit unserer Hilfe:

  • Häufigkeit und Art der Einnahme (vor oder nach dem Essen)
  • Dauer der Anwendung
  • Wechselwirkung mit Ihren anderen Arzneimitteln und Lebensmitteln
  • Einfluss auf das Reaktionsvermögen
  • Mögliche Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
  • Ist das Medikament für Schwangerschaft und Stillzeit zugelassen?

Mit unserer Patientendatei behalten wir für Sie den Überblick: Alle Medikamente, auch die, die Sie ohne Rezept kaufen, werden darin vermerkt. So kann der Computer sofort mögliche Wechselwirkungen erkennen.  Sprechen Sie uns einfach darauf an.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.